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Anpassung der Trinkwasserpreise notwendig

(vom 23.03.2021)

Kalkulation zeigt steigende Betriebsausgaben

Wie in der Sitzung des Werkausschusses vorgestellt, sind die Freisinger Stadtwerke angehalten, den Wasserpreis in wiederkehrenden Abständen zu kalkulieren. Daher wurde die Kalkulation in Anlehnung an die Vorschriften des Kommunalabgabengesetzes (KAG) vorgenommen. Im Fokus der Berechnung der Entgelthöhe steht die Ermittlung der umlagefähigen, also der nach den betriebswirtschaftlichen Grundsätzen zu ermittelnden Kosten.

In die Freisinger Trinkwassergewinnung und das Trinkwassernetz wurde in den letzten Jahren viel investiert. Deutlich gestiegen sind auch Betriebsausgaben insbesondere für Bauleistungen Dritter und entsprechend der Tarifanpassungen die Löhne.

Die Nachkalkulation der Jahre 2017 bis 2020 zeigt in Summe eine kalkulatorische Unterdeckung. Der Wasserpreis von zuletzt 1,51 Euro netto pro Kubikmeter war entsprechend der Kalkulation nicht ausreichend, es wäre im Mittel 1,57 Euro netto pro Kubikmeter für eine Kostendeckung notwendig gewesen. Die Vorauskalkulation für die Jahre 2021 bis 2024 ergibt eine Erhöhung des Wasserabgabepreises pro Kubikmeter und der Grundpreise.

Die Entgeltkalkulation wurde durch die Rödl & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft begleitet und durchgeführt. Im Ergebnis wurde festgesellt, dass Anpassungen sowohl des Wasserpreises pro Kubikmeter als auch der Grundpreise notwendig sind. Die nächste Überprüfung soll im Jahr 2023 erfolgen.

Entsprechend der Kalkulation wird sich der Wasserpreis von derzeit 1,51 Euro netto auf 1,65 Euro netto erhöhen. Die monatlichen Grundpreise werden ebenfalls erhöht. Der Grundpreis für den meistverwendeten Wasserzähler steigt von 4,59 Euro auf 5,90 Euro netto pro Monat. DieErhöhung ist für den 01.07.2021 vorgesehen.

Für einen 4 Personenhaushalt, mit 140 Kubikmeter Verbrauch pro Jahr, erhöhen sich die Jahresgesamtkosten von 266,48 Euro netto auf 284,14 Euro netto im Kalenderjahr 2021 und auf 301,80 Euro netto ab dem Kalenderjahr 2022. Im Mehrparteienhaus fällt durch den auf mehrere Parteien verteilten Grundpreis die Erhöhung etwas geringer aus. Die Preise werden rechtzeitig veröffentlicht.

Die Sitzung des Werkausschusses nahmen die Freisinger Stadtwerke auch zum Anlass, über ihr betriebliches Umweltmanagement EMAS zu berichten, welches vor sechs Jahren eingeführt wurde und zum Ziel hat, Umweltauswirkungen zu dokumentieren, zu kontrollieren und kontinuierlich zu verbessern. In 2020 überprüfte erneut ein externer Umweltgutachter, ob das Managementsystem umgesetzt und gelebt wird, und zeigte sich sehr zufrieden. Die Umwelterklärung finden Sie hier.

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