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Spatenstich: Energieversorgung von 450 Wohneinheiten

(vom 29.04.2021)

Im neuen Planungsgebiet an der Angerstraße bauen die Freisinger Stadtwerke eine Energiezentrale mit Trafostation und Café

Mit einem symbolischen Spatenstich starten die Freisinger Stadtwerke in der Angerstraße den Bau einer Energiezentrale, welche später die regenerative Energieversorgung des neuen Wohngebietes sicherstellt. Das Freisinger Planungsgebiet , das sich zwischen Schleiferbach und Angerstraße erstreckt und bisher gewerblich genutzt wurde, soll im Rahmen einer Umstrukturierung ein Quartier mit zirka 450 Wohneinheiten werden. Es soll später einmal möglichst klimaneutral versorgt werden, wofür bereits jetzt die Weichen gestellt werden. Die Freisinger Stadtwerke Versorgungs-GmbH baut hier ein eigenes Nahwärmenetz auf, welches autark funktioniert - ein Inselwärmenetz.

„Zur Wärmeversorgung dieses Netzes wird eine Energiezentrale mit Blockheizkraftwerk, Brennwert-Doppelkesselanlage und Trafostation realisiert“, erläutert Tobias Grießl, der bei den Freisinger Stadtwerken für Energieberatung und -erzeugung zuständig ist und dieses Projekt leitet. „Um den Standort attraktiv zu gestalten, wird in dem Gebäude auch ein Café integriert.“

Für die Speicherung der Wärmemenge wird zudem ein Pufferspeicher mit einem Fassungsvermögen von 85.000 Liter installiert. Auf diese Weise kann hier zukünftig bei Bedarf – das heißt bei hoher Stromnachfrage und momentan niedrigem Angebot aus regenerativen Energien – der benötigte Strom produziert werden. Gleichzeitig wird effizient Warmwasser produziert, welches im Pufferspeicher gespeichert wird.

Für das Quartier sind drei Bauabschnitte im Planteil Ost vorgesehen, die nacheinander realisiert werden und nach Fertigstellung durch die Energiezentrale versorgt werden. Auch eine Kindertageseinrichtung sowie Grün- und Freiflächen sind vorgesehen. Es entstehen zirka 30.000 Quadratmeter Wohnfläche. Insgesamt wird für die drei Bauabschnitte eine Gesamtheizleistung von 1.567 Kilowatt benötigt. Die Wärmeversorgung der jeweiligen Gebäudeabschnitte wird aus der Energiezentrale über gedämmte Kunststoffmantelrohre erfolgen.

Bild von Rainer Lehmann.
Zu sehen sind Vertreter der Freisinger Stadtwerke Versorgungs-GmbH, der Stadt, des beauftragten Architekturbüros Dantele, des ausführenden Bauunternehmens und der Werkreferent.

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