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Glocknerkönige der SG Stadtwerke Freising

(vom 14.09.2020)

Die jährliche Alpenüberquerung führte über den Großglockner

Ein ausgewogenes Training ist auch den Sportlern der SG Stadtwerke Freising wichtig. Deshalb wird hier nicht nur gelaufen, sondern auch mit dem Fahrrad trainiert. Sobald die Straßenverhältnisse es zulassen, werden die Laufschuhe mit dem Rad abgewechselt. Einmal im Jahr plant Vereinsvorstand Max Häser eine größere Tour, eine Alpenüberquerung von Freising bis nach Torri am Gardasee, jedes Jahr eine neue Route mit mindestens drei Pässen. Da die Gruppe ohne Begleitfahrzeug fährt, heißt das: Satteltaschen packen und alles Wichtige für die Tour selbst transportieren.

Für die Alpenüberquerung nahm sich die Gruppe dieses Jahr die Route über den Großglockner vor. Sie startete wie gewohnt in Freising und hatte bereits am dritten Tag den Großglockner mit einer Tagestour über 140 Kilometer und 2.630 Höhenmeter zu bewältigen. Zurück ging es dieses Jahr aufgrund von drohenden Gewittern überwiegend mit der Bahn. Am Ende waren alle zufrieden, dass diese Tour über 400 km und 4.300 Höhenmeter ohne Pannen ablief und dass alle wieder gesund zu Hause angekommen sind.

Max Häser berichtet: „Am ersten Tag sind wir 130 km von Freising bis nach Siegsdorf gefahren. Der zweite Tag über 95 km, entlang der Saalach auf dem Tauernradweg, vorbei an Saalfelden und Zell am See, brachte uns dann nach Fusch am Fuße des Großglockners. Hier wurde dann die Strategie für die Königsetappe über den Glockner festgelegt. Aufstehen um fünf Uhr, frühstücken und Start um sechs Uhr dreißig. Diese Strategie erwies sich als goldrichtig, denn es wurde an diesem Tag wieder sehr warm und durch die frühe Startzeit waren wir die ersten zwei Stunden der Bergfahrt so gut wie alleine auf der Straße. Lediglich ein paar Rennradler überholten uns und zollten uns Respekt mit Blick auf unsere gut bepackten Tourenräder. Nach drei Stunden hatten wir dann das Hochtor auf 2504 Höhenmeter erreicht. Alle waren glücklich und zufrieden, diese Herausforderung gut geschafft zu haben und strahlten, stolz wie „Glocknerkönige". Nach einem Erinnerungsfoto ging es weiter nach Heiligen Blut, wo es zur Stärkung dann den wohlverdienten, obligatorischen Kaiserschmarrn gab. Die Fahrt ging anschließend weiter durch das schöne Murtal, vorbei an Obervellach bis nach Spittal an der Drau. Dort angekommen hatten wir dann an diesem Tag 140 km und 2630 Höhenmeter bewältigt. Corona bedingt haben wir die Weiterfahrt über Belluno zum ursprüngliche Ziel Torri am Gardasee gestrichen und stattdessen die Rückfahrt über die Tauern und Salzburg anvisiert. Leider hat der Wettergott einen Strich durch unsere Pläne gemacht. Eine Gewitterzelle über den Tauern bis nach Salzburg mit Starkregen machte eine Weiterfahrt unmöglich. So sind wir schweren Herzens zum Bahnhof gefahren und haben den nächsten Zug nach München genommen. Von München ging es dann in Rekordzeit mit dem Rad nach Freising da wir das Gefühl hatten, die nicht verbrauchte Energie in den Beinen noch los werden zu müssen."

Max Häser hat jetzt fast alle Pässe, die nach Südtirol führen, mit dem Rad bezwungen, bis auf einen, das Timmelsjoch. Dieses möchte er sich nächstes Jahr zu seinem siebzigsten Geburtstag schenken. Und die Antwort der Sportsfreunde darauf: „Aber nur mit uns, da sind wir wieder mit dabei." 

Foto von links: Max Häser, Peter Neumair, Karl Schredl, Michael Schwemmer.
Foto: privat

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