Kopfbild Presse - Foto i-Stock

Neues Wohnen an der Johann-Braun-Straße

(vom 13.11.2020)

Freisinger Wohnbau gibt Ergebnisse des Architektenwettbewerbs bekannt

Im Architektenwettbewerb der Freisinger Wohnbau für die Johann-Braun-Straße 2-8 steht der Siegerentwurf fest. Unter den sehr überzeugenden Entwürfen wählte das Preisgericht unter Leitung von Prof. Dr. Rudolf Hierl einstimmig den Beitrag von Fink+Jocher Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH, München mit NMM [Nicole M. Meier] LandschaftsArchitektur, München zum Sieger.

Ziel des anspruchsvollen Wettbewerbs war es, die bestehende Wohnanlage aus den 1950er Jahren durch eine neue Bebauung zu ersetzen, die heutigen energetischen Anforderungen und Ansprüchen an Wohnungsgrundrisse gerecht wird, und dabei nach Möglichkeit zusätzlichen Wohnraum zu schaffen.

Die vom Büro Fink+Jocher vorgeschlagene Bebauung stellt eine leicht geschwungene Zeile dar, welche mit zwei Köpfen das Quartier zum Karwendelring hin abschließt. Damit wird zum einen der Schallschutz für die nördlich dahinter liegende Wohnbebauung hergestellt, zum anderen entsteht eine großzügig gestaltete platzartige Aufweitung an der Johann-Braun-Straße. Die differenzierte Gestaltung des Erdgeschosses, die später in der Schrägansicht vom Karwendelring aus wahrgenommen werden wird, akzentuiert mit großen Durchgängen die Durchlässigkeit von Norden nach Süden. Ebenfalls begrüßte die Jury die südseitig an die Durchgänge im Sockelgeschoss angelagerten großzügigen Fahrradräume, die eine gute Nutzerakzeptanz versprechen. Den kleinen Hausgemeinschaften ist auf der Dachebene jeweils eine gemeinschaftliche Dachterrasse zugeordnet. Die rückwärtig auf den Kopfbauten angeordneten gemeinsam genutzten Dachgärten unterstützen das zusätzlich.

Dem Preisgericht gefiel, dass große Anteile der Freiflächen in diesem Entwurf von Über- und Unterbauung frei bleiben, wodurch ausreichend Raum für alten und neuen Baumbestand vorhanden ist. Die Verwendung von Holz für die Fassade, der Einsatz von Photovoltaik und die begrünten Dächer werden als guter Beitrag zur Nachhaltigkeit und Ökologie gesehen.

Insgesamt überzeugte der Entwurf auf vielen Ebenen: Sowohl die städtebauliche Einfügung, die Qualität der Wohnungen, der Erhalt des Baumbestandes und die Funktionalität als auch die differenzierte Gestaltung lassen einen wertvollen Beitrag für die Entwicklung im Freisinger Norden erwarten.

Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher betonte, dass der Entwurf des Büros Fink+Jocher sich hervorragend ins Stadtbild am Karwendelring einfüge. Der Entwurf sehe 20 zusätzliche Wohnungen im geförderten Wohnungsbau vor, schaffe also den dringend notwendigen und vor allem günstigen Wohnraum.

Da es im Moment nicht möglich ist, die eingereichten Entwürfe und Modelle der Öffentlichkeit in einer Ausstellung zu präsentieren, sind Fotos und Entwürfe unter www.freisinger-wohnbau.de einsehbar.

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